Svenja Schmidt • Teheran | Köln, 20.09.2018

Da war sie auf einmal. Die Möglichkeit nach Teheran zu gehen, um dort ein 2-monatiges Praktikum zu absolvieren. Die Hauptstadt des Irans. Im Nahen Osten, genau zwischen Irak und Afghanistan. Ist es da nicht gefährlich? Herrscht da nicht Krieg, Zerstörung und Gewalt? Kann man dort überhaupt allein als Frau das Haus verlassen? Das waren zumindest die ersten Gedanken, die mir vor dreieinhalb Jahren durch den Kopf gingen. Nach kurzer Recherche stellte sich raus, dass der Iran in dieser Region als sicheres und stabiles Land gilt. Aber auch, dass dort eine Art autoritäres Regime herrscht, das den Islam benutzt, um sich seine Macht zu sichern.  So muss jede Frau – unabhängig vom Glauben – den Hidschab tragen, Alkohol ist verboten und man darf sich in der Öffentlichkeit nicht kritisch gegenüber der Regierung äußern. Traute ich mir das wirklich zu?

Letztendlich habe ich zwei Monate in einem faszinierenden Land verbracht, habe jahrtausendalte Kulturdenkmäler bewundert, die Hipsterecken in Teheran entdeckt, die Wüste und das kaspische Meer gesehen, bin durch die Berge gewandert und durch iranische Gärten spaziert, habe unzählige Moscheen besichtigt, diente den Iranern als Fotomotiv, ließ mir von der Regierung eine Nacht in einem 5-Sterne-Hotel bezahlen, … Aber vor allem habe ich unglaublich freundliche und offene Menschen kennengelernt, deren Gastfreundschaft seinesgleichen sucht.  Wenn ihr mehr erfahren wollt über den Iran und über meine – oft auch absurden – Erlebnisse, dann freue ich mich darauf, euch beim nächsten Travel Slam zu begrüßen.

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